Wagners Götterdämmerung

Peter Konwitschny (Regisseur), Lothar Zagrosek (Dirigent) – Mit Albert Bonnema (Siegfried), Eva-Maria Westbroek (Gutrune) – Staatsoper Stuttgart

Abonnenten

Besetzung

Albert Bonnema  — Siegfried

Hernan Iturralde  — Gunther

Franz-Josef Kapellmann  — Alberich

Roland Bracht  — Hagen

Luana De Vol  — Brünnhilde

Eva-Maria Westbroek  — Gutrune

Tichina Vaughn  — Waltraute

Janet Collins  — Erster Norn

Programmhinweise

In der Oper Stuttgart aufgeführt, zeigt Götterdämmerung, der letzte Tag der Tetralogie, eine andere Seite der Wagner’schen Mythologie.

„Vier Opern, vier Regisseure.“ Die Antwort auf diese einzigartige künstlerische Idee ist Wagners Tetralogie, die im Jahr 2000 auf der Bühne der Stuttgarter Oper unter der Leitung des österreichischen Dirigenten Lothar Zagrosek produziert und 2002-2003 verfilmt wurde. Das Rheingold (der Prolog) wurde Joachim Schlömer anvertraut, Die Walküre Christof Nel, Siegfried Jossi Wieler und Sergio Morabito, und schließlich der letzte Tag des Rings, die Götterdämmerung, Peter Konwitschny, einem Deutschen polnischer Herkunft, einem regelmäßigen Regisseur von Wagner-Opern, der Tannhäuser, Lohengrin, Tristan und Die Meistersinger von Nürnberg inszenierte.

Ikonoklastisch und experimentell sorgte diese Tetralogie für Aufsehen, bis hin zu dieser Götterdämmerung. Peter Konwitschny versammelt Charaktere in Anzügen und Krawatten sowie andere in Tierhäuten, was die Wagner’sche Mythologie aus einer ironischen Perspektive zeigt. Er tut dies jedoch, um die Dinge tiefer zu erforschen und die Wahrheit der Wagner’schen Geste wieder einzufangen, nicht aus bloßer Provokation. Der Fall der Götter und der Niedergang der Ordnung, die sie verkörpern, sind real, ebenso die Emotion.

Musikalisch lieferten der Dirigent und das Orchester eine perfekte Leistung, und stimmlich stellte der Cast eine Herausforderung dar. Peter Konwitschny hebt freudig den Kopf, als er von einem Publikum applaudiert wird, das trotz leichter Erschütterung verzaubert ist.

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