Wagners Das Rheingold

Joachim Schlömer (Regisseur), Lothar Zagrosek (Dirigent) – Mit Bernhard Schneider (Froh), Wolfgang Probst (Wotan), Robert Künzle (Loge) – Staatsoper Stuttgart

Abonnenten

Besetzung

Wolfgang Probst  — Wotan

Motti Kastón  — Donner

Bernhard Schneider  — Happy

Robert Künzle  — Loge

Michaela Schuster  — Fricka

Helga Rós Indridadóttir  — Freia

Mette Ejsing  — Erda

Esa Ruuttunen  — Alberich

Programmhinweise

In der Oper Stuttgart aufgeführt, verzichtet Das Rheingold auf die Wagner'sche Mythologie zugunsten einer verstörenden Kammergeschichte.

„Vier Opern, vier Regisseure.“ Als Antwort auf diese originelle künstlerische Idee wurde Wagners Tetralogie 1999-2000 auf der Bühne der Stuttgarter Oper unter der Leitung des österreichischen Dirigenten Lothar Zagrosek produziert und später 2002-2003 verfilmt. Das Rheingold (der Prolog) wurde Joachim Schlömer anvertraut, Die Walküre Christof Nel, Siegfried Jossi Wieler und Sergio Morabito, und schließlich der letzte Tag des Rings, Götterdämmerung, Perter Konwitschny.

Joachim Schlömer, dem die Verantwortung für die Eröffnung des Zyklus zufiel, wurde in Deutschland, wo er geboren wurde, als Tänzer und Choreograf ausgebildet. Er hat hundert Ballette uraufgeführt und widmet sich seit den neunziger Jahren auch der Regie von Aufführungen.

Nonkonformistisch und originell war diese Tetralogie eine Sensation. Schon vom Prolog, Das Rheingold, muss das Publikum in Stuttgart von diesem intimistischen und modernen Ansatz fasziniert gewesen sein, der die mythologische Bildsprache völlig aufgibt. Alle, von Wotan bis Fafner, die Rheintöchter bis Alberich und Loge, sind in Kostümen im Stil der dreißiger Jahre gekleidet, und das Bühnenbild, ein Kurort im Art-déco-Stil (der Rhein ist das Becken…), bleibt während des gesamten Werks gleich.
So präsentiert, wird Das Rheingold wie eine Kammergeschichte behandelt, in der sich die psychisch zerrütteten Figuren in tödlichen Rivalitäten verzehren. Die Sänger, deren Kunst perfekt aufeinander abgestimmt ist, fügen sich nahtlos in die Dramaturgie ein, während am Pult Lothar Zagrosek eine kontrastreiche und explosive Version liefert und dabei eine herrliche Flüssigkeit bewahrt.

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