Monteverdis L'Orfeo
Pauline Bayle (Regisseurin), Jordi Savall (Dirigent) — Mit Marc Mauillon (Orfeo), Luciana Mancini (La Musica/Euridice), Marianne Beate Kielland (La Speranza/Proserpina), Furio Zanasi (Apollo), Salvo Vitale (Caronte/Plutone) …
Besetzung
Pauline Bayle — Bühnenregisseur
Emmanuel Clolus — Bühnenbildner
Bernadette Villard — Kostüme
Pascal Noël — Beleuchtung
Céline Gaudier — Assistent Regie
Marc Mauillon — Orfeo
Luciana Mancini — Die Musik/Euridike
Sara Mingardo — Die Bote
Programmhinweise
Entdecken Sie die epische Geschichte von Orpheus und Eurydike neu in Monteverdis zeitlosem L'Orfeo—der ältesten Oper, die heute noch aufgeführt wird! In einem kargen und raffinierten mise en scène, mit wunderschönen Kostümen von Bernadette Villard und eindrucksvollem Lichtdesign von Pascal Noël, werden die ausgezeichneten Solisten diesem Monument des Opernrepertoires mehr als gerecht—unter der Leitung des großen Jordi Savall, der mehr als wohl jeder andere lebende Musiker dazu beigetragen hat, die Alte Musik und die Werke Monteverdis zu popularisieren.
Im Verlauf dieses bezaubernden Dramas ist es La Musique selbst, die das Publikum zuerst begrüßt (die wunderbare Luciana Mancini, die auch die Rolle der Eurydike spielt). Die Handlung nimmt ihren unumkehrbaren Lauf: Kurz nach der Hochzeit mit Orpheus (dem gefeierten Marc Mauillon) wird die schöne Dryade Eurydike Opfer eines tödlichen Schlangenbisses. Verzweiflung erfasst die Hirtengefährten des Orpheus, doch er weigert sich, die Hoffnung aufzugeben, und—geleitet von Espérance (Hoffnung)—begibt sich auf den Weg in die Unterwelt, um seine Verlobte zu suchen. Pluto, der Gott der Unterwelt, erlaubt ihr, unter einer Bedingung auf die Welt der Lebenden zurückzukehren: Auf dem Rückweg darf Orpheus Eurydike nicht ansehen. Tragischerweise erliegt er der Versuchung, sich umzudrehen, und Eurydike ist für immer der Unterwelt verloren. Orpheus, am Boden zerstört, wird von Apollo, dem Gott der Künste, getröstet, was uns eine klare Botschaft hinterlässt: In schweren Zeiten sind Kunst und Hoffnung treue Verbündete, die man stets nah bei sich tragen muss.
Die Entscheidung, diese Oper im Juni 2021 zu produzieren, war für die Opernbühne und die Künstler nicht ohne Bedeutung. In den Worten von Agnès Terrier, Dramaturgin an der Opéra-Comique: „Nach 15 Monaten Pandemie-Hölle, mit all unseren Künstlern geführt von La Musica, lasst uns das Licht zurück ins Theater bringen!“
Foto © Stefan Brion
