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Altistin

Marie-Nicole Lemieux

26. Juni 1975 - Dolbeau-Mistassini, Québec

© Denis Rouvre

Über den Künstler

Es ist kein Wunder, dass Marie-Nicole Lemieux heute in der Welt des Gesangs erstrahlt: Die Sängerin wie die Frau strahlt eine Aura aus, die nur den Größten gehört. Ihr stimmliches Talent wurde der Öffentlichkeit im Jahr 2000 offenbart, als sie den Queen Fabiola- und Liedpreis beim Queen Elisabeth Wettbewerb in Belgien gewann.

Sie begann daraufhin eine internationale Karriere, die sie auf die berühmtesten Bühnen der Welt führte: La Scala, die Royal Opera House, Covent Garden, die Opéra National de Paris, die Champs Elysées, das Capitole de Toulouse, die Monnaie in Brüssel, die Staatsoper in Berlin, München und Wien, die Oper Zürich, das Theater an der Wien, das Teatro Real in Madrid, das Liceu von Barcelona, die Salzburger Festspiele, das Glyndebourne Festival, die Chorégies d’Orange, die Canadian Opera Company in Toronto, die Oper Montreal…

Ihre kraftvolle Stimme, ihr hervorragendes Gespür für Linie und eine makellose Virtuosität sowie ihr Sinn für Nuancen und Drama ermöglichen es ihr, in verschiedenen Repertoires zu triumphieren. Der Beginn ihrer Karriere ist geprägt von Barockmusik (Orphée von Gluck, Giulio Cesare, Ariodante, Orlando Furioso, Solomon, Theodora…). Die Entwicklung ihrer Stimme erlaubte ihr bald, das französische Repertoire des 19. Jahrhunderts zu übernehmen (Les Troyens, Pelléas et Mélisande, Samson et Dalila, Carmen…), Rossini (Guillaume Tell, Tancredi, L’Italiana in Algeri…) und auch Verdi (Mrs. Quickly in Falstaff, Azucena in Trovatore, Ulrica in Un Ballo in Maschera…)

Neben ihrer Bühnenkarriere wird Marie-Nicole Lemieux eingeladen, das große symphonische Repertoire mit renommierten Orchestern zu singen (New York Philharmonic, Orchestre Philharmonique de Radio-France und Orchestre National de France, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Orchestre du Capitole de Toulouse, Orchestre de l’Accademia Santa Cecilia, Los Angeles Philharmonic, London Philharmonia, St. Petersburg Philharmonic Orchestra, Rotterdam Philharmonic Orchestra, Singapore Symphony Orchestra, Orchestre Symphonique de Montréal, les Violons du Roy, Orchestre Métropolitain…), und unter der Leitung berühmter Dirigenten wie Myung-Whun Chung, Charles Dutoit, Ivan Fischer, Mikko Franck, Daniele Gatti, Bernard Haitink, Paavo Järvi, Bernard Labadie, Louis Langrée, Kurt Masur, Kent Nagano, John Nelson, Yannick Nézet-Séguin, Gianandrea Noseda, Antonio Pappano, Michel Plasson, Michael Schonwandt, Pinchas Steinberg, Pinchas Zukerman…

Sie wird als unvergleichliche Rezital-Künstlerin mit einer außergewöhnlichen stimmlichen Palette gefeiert, die ein besonderes Talent für französische und russische Lieder sowie deutsche Lieder besitzt. Ihre Diskographie ist reich und vielfältig. Neben ihren Vivaldi-Aufnahmen für Naïve (Orlando Furioso, ausgezeichnet mit einer Victoire de la Musique im Januar 2005; Griselda; La Fida Ninfa, das Stabat Mater und das Nisi dominus) hat Marie-Nicole Lemieux als Solistin Les Nuits d’Été von Berlioz, Wagners Wesendonck Lieder, Mahlers Rückert-Lieder, L’Heure Exquise (französische Melodien mit Daniel Blumenthal), ein Lied von Schumann, Ne me refuse pas mit dem Orchestre National de France (was ihr den internationalen Preis der Académie Charles Cros einbrachte und von internationalen Kritikern gefeiert wurde), Opera Arias (Gluck, Mozart, Haydn mit Violons du Roy), Streams of Pleasure (Händel im Duett mit Karina Gauvin) und Chansons perpétuelles (Klavierrezital mit Roger Vignoles) aufgenommen. Sie hat eine Zusammenarbeit mit Warner Classics begonnen, mit einem Programm, das Rossini gewidmet ist.

Kürzlich war sie insbesondere in Falstaff in London, Wien, Paris, Mailand und Toronto zu hören; Il Trittico (Zia Principessa und Zita) am Theater an der Wien, L’Italiana in Algeri (Isabella) und Tancredi im Théâtre des Champs-Élysées, Madama Butterfly (Suzuki) am Liceu in Barcelona und im Concertgebouw, Azucena (Il Trovatore) mit Plácido Domingo und Anna Netrebko in Salzburg und mit Roberto Alagna bei den Chorégies d’Orange, Dalila (Samson et Dalila) an der Opéra de Montréal, Ulrica (Un Ballo in Maschera) an der Monnaie in Brüssel… Im Konzert sang sie Verdis Requiem (Musikverein Wien, Royal Festival Hall London, Tonhalle Zürich, Philharmonie Paris), das Poème de l’amour et de la mer auf Tournee mit Santa Cecilia, Mahlers Symphonie Nr. 2 mit dem Philharmonischen Orchester von Radio France, die Wesendonck Lieder und die Rückert-Lieder mit dem Orchestre Symphonique de Québec, Rodelinda mit Il Pomo d’Oro, Carmen im Théâtre des Champs-Élysées, Les Troyens (Cassandre) unter der Leitung von John Nelson…

Sie unternahm auch eine Europatournee mit dem Pianisten Roger Vignoles (Venedig, Rom, Wien, Zürich, London, Brüssel, Amsterdam, Madrid und Bilbao…) sowie eine Konzerttournee zur Veröffentlichung der CD Rossini, sì, sì, sì, sì bei Warner Classics.

Marie-Nicole Lemieux ist Ritterin des National Order of Quebec und Mitglied des Order of Canada sowie des Ordens der Pleiade. Sie trägt außerdem einen Ehrendoktortitel (Doctor Honoris Causa) der Université du Québec in Chicoutimi.

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